Lübeck erleben - Weltkulturerbe und Tor zur Ostsee

HolstentorMehr als eine Million Übernachtungen jährlich unterstreichen Lübecks Stellenwert als touristische Attraktion. Die norddeutsche Backsteingotik, attraktive Museen und die engen Altstadtgassen ziehen Besucher aus nah und fern - nicht nur aus Skandinavien - an.

Lübeck ist einzigartig, wundervoll. Das geschlossene Stadtbild wurde daher 1987 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Die wasserumflossene Altstadt mit ihren rund 1800 denkmalgeschützten Gebäuden, historischen Gassen und verwinkelten Gängen ist jedoch nicht nur schön anzuschauen, sondern der Kern einer höchst lebendigen Großstadt mit rund 214.000 Einwohnern.
Einstmals als Freie Hansestadt ein unabhängiger Freistaat, ist Lübeck heute von der Fläche die größte Stadt des Landes Schleswig-Holsteins und beansprucht den Titel als Kulturhauptstadt des Nordens.Altstadt

Stolz ist Lübeck auf seine drei Nobelpreisträger: Thomas Mann (1875-1955 / Literaturnobelpreis 1929), Willy Brandt (1913-1992 / Friedensnobelpreis 1971) und Günter Grass (geb. 1927 in Danzig / Literaturnobelpreis 1999). Alle drei betrachten die Hansestadt als ihre Heimat. Der Schriftsteller Thomas Mann wurde hier geboren und lebte bis zu seinem 23. Lebensjahr in der Stadt an der Trave. Der in Lübeck geborene Politiker Willy Brandt verlebte ebenfalls seine prägenden Jugendjahre in der Hansestadt, während der Schriftsteller Günter Grass als 68jähriger nach Lübeck zog - auch um Thomas Mann und Willy Brandt "nahe" zu sein, wie er einmal sagte.
Allen drei Nobelpreisträgern widmet Lübeck große Aufmerksamkeit: Das Literaturmuseum "Buddenbrookhaus" in der Mengstraße 4 ist Anziehungspunkt für Mann-Experten und Anhänger aus aller Welt. Hier werden auch die Werke von Heinrich Mann und dem Schriftsteller Erich Mühsam gewürdigt. Das Günter-Grass-Haus in der Glockengießerstraße 21, in dem der Schriftsteller sein Schreibatelier hat, versteht sich als Ausstellungs- und Forschungsstätte, genau wie das Willy-Brandt-Haus in der Königstraße 21.

Lübeck ist vom Wasser geprägt.  Die Altstadtinsel, umflossen von Trave, Wakenitz und Kanal, vermittelt auch heute noch den Charme und die Weltoffenheit einer Hafenstadt. Sowohl die Stadthäfen als auch der größte europäische Fährhafen in Lübeck-Travemünde machen deutlich, dass die Zeit nicht stehen geblieben ist.
Tradition und Fortschritt sind in Lübeck keine Gegensätze, sondern sie bilden den Spannungsbogen, der diese Stadt so einzigartig macht. Mittelalterliches Ambiente und moderne Geschäfte. Orgelkonzerte in den fünf großen Stadtkirchen und Musikerlebnisse in der Musik- und Kongresshalle. In Lübeck liegt alles nah beieinander.

Wer an Lübeck denkt, der denkt fast immer auch an Marzipan. Denn so ist das nun einmal: Die Liebe geht durch den Magen. Doch Lübecks Ruf als „Marzipanstadt“ wurde erst nach 1800 begründet. Niemand weiß heute noch genau, ob es ein besonders kunstfertiger und ideenreicher Konditor war oder ob ein Wettbewerb unter den verschiedenen, damals sehr bekannten Lübecker Konditoreien die Marzipanherstellung zu dieser Blüte brachte. Heute wird das Naschwerk als „Lübecker Marzipan“, das hier hergestellt sein muss und besonders hohe Qualitätsanforderungen zu erfüllen hat, von mehreren Firmen in alle Welt exportiert.
In Lübeck reicht man das edle Marzipan zusammen mit einem Gläschen „Rotspon“, einem in Lübeck veredelten und gerühmten Bordeauxwein, dem der Ruf vorauseilt, besser zu munden, als das in Frankreich abgefüllte Original. Unstrittig ist in jedem Fall, dass beides - Marzipan und Rotspon - vollendet zueinander passen.